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Ein kleines Bilderbuch

Wie Gruvi die Musik fand

Eine ruhige Geschichte in sechs Szenen · zum Vorlesen für kleine und große Ohren.

Ganz still

Es war einmal ein kleiner Waschbär. Er wohnte ganz allein im Klangwäldchen. Und es war still. Ganz, ganz still.

Plitsch, platsch

Eines Nachts hörte er etwas. Plitsch. Ein Tropfen. Platsch. Noch ein Tropfen. Der Regen fiel auf sein Holzdach.

Tock, tock

Der kleine Waschbär klopfte mit dem Pfötchen. Tock. Er klopfte noch einmal. Tock, tock. Und da merkte er: Er konnte selber Klänge machen!

Die Plattenteller-Augen

Der kleine Waschbär lauschte und lauschte. Er hörte den Bach singen. Er hörte den Wind summen. Und vor lauter Zuhören fingen seine Augen an, sich zu drehen · wie zwei kleine Plattenteller. Seitdem heißt er Gruvi.

Das darf man teilen

So etwas Schönes, dachte Gruvi, das darf man nicht für sich behalten. Da öffnete er seine Tür ganz weit.

Komm, mach Du

„Komm“, sagte Gruvi. „Hör mal. Und dann mach du. Es gibt kein Falsch.“ Tock, tock · los geht's!

Die Geschichte geht weiter

Und wer kam durch die Tür?

Über den Bach, über die Hügel

Die Musik flog aus der offenen Tür. Über den Klang-Bach. Über die Hügel. Bis ins Tal dahinter.

Der kleine Fuchs

Dort lief ihr ein kleiner Fuchs entgegen. Seine Augen fingen an zu funkeln. Und sein Schwanz fing das Licht der Musik, Ring um Ring.

Der feine Hund

Und weit hinter den Hügeln spitzte ein feiner Hund die Ohren. Seine Pfote wippte. Einfach so. Da zog er seinen besten Pullunder an und folgte der Musik.

Wo Musik ist, wird es hell

Seitdem wissen alle im ganzen Land: Wo Musik ist, wird es hell. Und es gibt kein Falsch.

Eine Welt, drei Freunde

Gruvi hört die Musik. Fanki zeigt die Musik. Bacon hält die Musik.

Gruvi, der Waschbär

Er hörte dem Regen zu, bis seine Augen sich drehten wie Plattenteller. Gruvi öffnet jedem Kind seine Tür und zeigt: Du kannst selber Klänge machen. Seine Tür steht immer offen.

Fanki, der Fuchs

Er schaute den Ton-Lichtern zu, bis seine Augen glitzerten wie Discokugeln. Fanki wohnt im Tikatakatal, wo die Teiche im Takt tropfen. Seine sechs Schwanzringe tragen alle Farben der Musik.

Bacon, der Labrador

Er schaute dem Metronom auf dem Klavier zu, bis seine Augen ruhig pendelten. Bacon kommt aus bestem Hause und wohnt auf dem Hügel zwischen Wald und Tal. Er verbeugt sich vor jedem Instrument. Und wenn Musik läuft, wippt heimlich die Hinterpfote.

Vom Klangwald über die Hügel ins Tikatakatal. Und mit dem Ballon in die ganze Welt.

Die Karte der Klangwelt

Die illustrierte Karte der Klangwelt: links der Klangwald mit Gruvis Haus, in der Mitte die Hügel mit Bacons Musikzimmer, rechts das Tikatakatal mit der Ringelwiese. Der Klang-Bach fließt bis ans Meer, und der Ballon steigt von der Tanz-Lichtung in die ganze Welt.

Wofür das alles steht

Es gibt kein Falsch. · Jeder Ton trägt ein kleines Licht. · Man grüßt die Instrumente.

Schluss

„Hörst du das? Das bist du!“